Alle Weine in der Bordeaux Subskription 2018

Bordeaux Subskription 2018 oder: Perfektion under cover

 

Bordeaux Jahrgänge legitimieren sich über das Echo, das hervorzurufen sie in der Lage sind. Mit 2018 betritt zum ersten Mal eine Ernteauflage die Bühne, bei der der Kunde angehalten ist, gewohnte Verhaltensmuster zu hinterfragen. Denn er hat in einem rezent eher durch desintegrierende Mengen gekennzeichneten Markt die Deutungshoheit über das Zuteilungsprocedere verloren. Den Wendepunkt in dieser Entwicklung dürfte der Jahrgang 2015 markiert haben, als bei der sich neuerdings anschickenden Erratisierung der Nachfrage, die zunächst noch kontingent gewesen sein mochte, die Erzeuger auf einmal wieder die Regie über das Geschehen übernahmen. Während die letzten großen Jahrgänge seit dem Milleniumswechsel in Verkennung der finalen Destination mit dem Füllhorn der Allokationsspendierhosen in die historisch wichtigen Märkte "gekippt" wurden, hat sich gerade mit dem Zeitpunkt, seitdem das "Tracking" möglich geworden ist, die Erkenntnis verfestigt, dass ein so vielstufig ausgeklügeltes System wie die "Place de Bordeaux", die quasi die Monopollizenz zum weltumspannenden Weinvertrieb in einer hier wirklich globalisierten Welt besitzt, ein solches Asset ist, dass man schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein müsste, durch unbedachte Zuteilungen und einem sich daraus etablierenden Arbitragemarkt das eigene USP zu schwächen.

 

Für Bordeaux 2018 invertiert sich der Aphorismus von der Gnade der Späten Geburt in das Fatum eines a priori bereits posterioren Jahrgangs, denn der lange Schatten der Zwillingsernte 2015/2016 verhindert die sonnenbekürte klare Schau auf einen zumindest in der Spitze legendären Jahrgang. Besonders Superlative erschöpfen sich in repetierender Abnutzung, und wenn die Perfektion zur Andekdote wird, verliert der Exeget leicht seine Glaubwürdigkeit.

 

2018 ist "retro" in der Art, dass das Subskribieren, das im Kern ein "Futures"-Geschäft und mit einem Kreditrisiko behaftet ist, "belohnt" werden wird durch das schnelle Ausdünnen der knappen in den Markt gebrachten Mengen. Natürlich werde ich vereinzelt irren, aber mein "Subskriptionsindex" wird Ihnen in diesem Jahr ein guter Leitfaden sein, wo beherztes Handeln in Form von Einkaufen besonders angeraten ist. Bereits jetzt, am 23.Juni 2019, am Ende der Woche also, als die letzten Chateaux ihre Preise veröffentlicht haben, sind doch recht viele Weine bereits sehr knapp oder gar ausverkauft.

 

Sie können sich unseren 140 Seiten umfassenden Subskriptionskatalog HIER als PDF herunterladen. Bitte beachten Sie, dass immer die Preise der online-Offerte gelten.

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